Botanischer Spaziergang am Samstag, den 22. November 2025

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Bericht: Sabine Schiek, Fotos: Jochen Krekel

Nach unserem gemeinsamen Treffen auf dem Marktplatz in Refrath begaben wir uns bei sonnigem Wetter in Richtung  Kölner Ostfriedhof.  Hier wurden wir schon von dem gut gelaunten Herrn Babian, leitender Friedhofsgärtnermeister, erwartet.

Herr Bahian beantwortete bereitwillig und geduldig  alle technischen und gärtnerischen Fragen während des über eine Stunde dauernden Rundgangs  umfangreich und zufriedenstellend.

Köln verfügt über fünf Friedhöfe. Der Ostfriedhof ist nach dem Südfriedhof der zweitgrößte Friedhof Kölns. Seit seiner Einweihung  hat sich vieles verändert. Traditionelle Sargbestattungen sind zugunsten von Urnengräbern erheblich zurückgegangen.

Wir starteten die Führung an dem eingezäunten Friedhofsteil für anonyme Urnengräber, wo die Grabpflege ohne Feierlichkeiten innerhalb 15 Minuten erfolgt. Dies ist die kostengünstigste Variante. Es folgten schöne Abschnitte mit Baumbestattungen, die zur waldreichen Umgebung sehr  ansprechen.

Hier findet man auch  auf einer Waldlichtung  ein Schmetterlingsgräberfeld für tot- und fehlgeborene Kinder.

Auf dem Ostfriedhof fanden zahlreiche  prominente Kölner ihre letzte Ruhestätte. .Herr Barbian zeigte uns das Grab des ehemaligen Ministerpräsidenten Heinz Kühn, Auch der Profi-Boxer Jupp Elze, der durch seinen Drogenkonsum ums Leben kam  und die Pharma-Familie Madaus fanden hier  ihre letzte Ruhestätte.

Auf dem Ostfriedhof findet man auch steinzeitliche Hünengräber aus der Zeit von 700 bis 400 v. Chr. Sie haben einen Durchmesser von 3,00 m bis 30 sind heute noch o, 2 bis 1,30 m hoch. 

Unser  Experte erklärte die unterschiedlichen Ruhezeiten der Gräber (20/25 Jahre). Hier ist auch die Bodenbeschaffenheit bedeutsam für die  Zersetzung.

Schließlich gelangten wir zu der Gedenkstätte für die überwiegend osteuropäischen Zwangsarbeiter während des 2. Weltkriegs, die hier in Baracken untergebracht waren. Der Kölner Bildhauer Joseph Höntgesberg schuf ein schlichtes Mahnmal, zu dem symbolisch ein Weg aus in betongegossenen Fußabdrücken – führt.

Wir haben viel gelernt und kehrten zurück nach Refrath um im Café Credo über das  Erlebte zu 

diskutieren.

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